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<title>Alexander von Simolin</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Alexander von Simolin</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Alexander Heinrich Alexius Freiherr von Simolin</b> (* <a href="11._April" title="11. April">11. April</a> <a href="1788" title="1788">1788</a> in Neuhausen bei <a href="Liep%C4%81ja" title="Liepāja">Libau</a>; † <a href="5._Juli" title="5. Juli">5. Juli</a> <a href="1866" title="1866">1866</a> in <a href="D%C3%BCsseldorf" title="Düsseldorf">Düsseldorf</a>) war ein <a href="K%C3%B6nigreich_Preu%C3%9Fen" title="Königreich Preußen">preußischer</a> <a href="Generalmajor" title="Generalmajor">Generalmajor</a> und Kommandeur der <a href="2._Kavallerie-Brigade_(Deutsches_Kaiserreich)" title="2. Kavallerie-Brigade (Deutsches Kaiserreich)">2. Kavallerie-Brigade</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Herkunft">Herkunft</h3></div>
<p>Alexander war der Sohn von Karl Nikolaus Alexis von Simolin (* 1756; † 30. Juli 1796) und dessen Ehefrau Sibylle, geborene von <a href="Trotta_genannt_Treyden" title="Trotta genannt Treyden">Trotta genannt Treyden</a> (* 30. Juni 1758; † 17. Juli 1797). Sein Vater war Herr aus Neuhausen, Weitenfeld und Stirnen in Kurland.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Militärkarriere"><span id="Milit.C3.A4rkarriere"></span>Militärkarriere</h3></div>
<p>Im Februar 1803 kam Simolin als <a href="Fahnenjunker" title="Fahnenjunker">Junker</a> in das Kürassierregiment „von Borstell“ und avancierte Ende März 1804 zum <a href="Kornett_(Offizier)" title="Kornett (Offizier)">Kornett</a>. Als solcher nahm er während des <a href="Vierter_Koalitionskrieg" title="Vierter Koalitionskrieg">Vierten Koalitionskriegs</a> an der <a href="Schlacht_bei_Auerstedt" class="mw-redirect" title="Schlacht bei Auerstedt">Schlacht bei Auerstedt</a> teil und wurde nach der Kapitulation von <a href="Magdeburg" title="Magdeburg">Magdeburg</a> inaktiv gestellt.
</p><p>Nach dem <a href="Frieden_von_Tilsit" class="mw-redirect" title="Frieden von Tilsit">Frieden von Tilsit</a> wurde Simolin am 4. September 1807 zum <a href="Leutnant" title="Leutnant">Sekondeleutnant</a> und am 12. Dezember 1807 mit Patent vom 7. Oktober 1807 in das Brandenburgische Kürassier-Regiment versetzt. Als die <a href="Preu%C3%9Fische_Armee" title="Preußische Armee">Preußische Armee</a> mit dem Vorbereitungen für den Angriff auf Kurland begannen, nahm er seinen Abschied und erhielt am 1. Mai 1812 seine <a href="Demission" class="mw-redirect" title="Demission">Demission</a>, um in russische Dienste zu wechseln. Auf russischer Seite nahm Simolin 1812 an den <a href="Preu%C3%9Fischer_Feldzug_von_1812" title="Preußischer Feldzug von 1812">Kämpfen gegen Preußen</a> in Kurland teil. Für das Gefecht bei Eckau erhielt er den <a href="Russischer_Orden_der_Heiligen_Anna" class="mw-redirect" title="Russischer Orden der Heiligen Anna">Orden der Heiligen Anna</a> III. Klasse, ferner kämpfte er bei Dahlenkirchen und Dünaburg. Am 22. April 1814 kam Simolin als <a href="Rittmeister" title="Rittmeister">Rittmeister</a> und <a href="Eskadronchef" title="Eskadronchef">Eskadronchef</a> in das 2. Husaren-Regiment der <a href="Russisch-Deutsche_Legion" title="Russisch-Deutsche Legion">russisch-deutschen Legion</a> und wurde bereits am 2. Juni 1814 zum <a href="Major" title="Major">Major</a> befördert. Mit der Legion kämpfte Simolin während der <a href="Befreiungskriege" title="Befreiungskriege">Befreiungskriege</a> bei den Belagerungen von Hamburg, Maulbeuge, Givet sowie in der <a href="Schlacht_bei_Belle_Alliance" class="mw-redirect" title="Schlacht bei Belle Alliance">Schlacht bei Belle Alliance</a>. Für die <a href="Schlacht_an_der_G%C3%B6hrde" title="Schlacht an der Göhrde">Schlacht an der Göhrde</a> erhielt Simolin den Orden der Heiligen Anna II. Klasse und für <a href="Schlacht_bei_Sehestedt" title="Schlacht bei Sehestedt">Sehestedt</a> den <a href="Orden_des_Heiligen_Wladimir" title="Orden des Heiligen Wladimir">Orden des Heiligen Wladimir</a> II. Klasse. Er kämpfe ferner bei Namur und erwarb bei Fleurus das <a href="Eisernes_Kreuz" title="Eisernes Kreuz">Eiserne Kreuz</a> II. Klasse.
</p><p>Als die Legion in preußische Dienste übertrat, wurde Simolin am 29. März 1815 als Major mit <a href="Offizierspatent" title="Offizierspatent">Patent</a> vom 13. April 1814 angestellt. Er kam daraufhin als Eskadronchef in das <a href="2._Westf%C3%A4lisches_Husaren-Regiment_Nr._11" title="2. Westfälisches Husaren-Regiment Nr. 11">11. Husaren-Regiment</a> und stieg Mitte September 1817 zum etatsmäßigen <a href="Stabsoffizier" class="mw-redirect" title="Stabsoffizier">Stabsoffizier</a> auf. Mit der Beförderung zum <a href="Oberstleutnant" title="Oberstleutnant">Oberstleutnant</a> beauftragte man Simolin am 30. März 1829 mit der Führung des <a href="Husaren-Regiment_%E2%80%9EKaiser_Nikolaus_II._von_Russland%E2%80%9C_(1._Westf%C3%A4lisches)_Nr._8" title="Husaren-Regiment „Kaiser Nikolaus II. von Russland“ (1. Westfälisches) Nr. 8">8. Husaren-Regiments</a>. Ein Jahr später erfolgte seine Ernennung zum Regimentskommandeur. In dieser Eigenschaft wurde er am 30. März 1832 mit Patent vom 2. April 1832 zum <a href="Oberst" title="Oberst">Oberst</a> befördert. Daran schloss sich ab dem 30. März 1838 eine Verwendung als Kommandeur der 2. Kavallerie-Brigade in <a href="Danzig" title="Danzig">Danzig</a> an sowie am 30. März 1839 die Beförderung zum Generalmajor an. In Genehmigung seines <a href="Abschied_(Milit%C3%A4r)" title="Abschied (Militär)">Abschiedsgesuches</a> und unter Verleihung des <a href="Roter_Adlerorden" title="Roter Adlerorden">Roten Adlerordens</a> II. Klasse mit Eichenlaub wurde Simolin am 10. März 1842 mit <a href="Pension_(Altersversorgung)" class="mw-redirect" title="Pension (Altersversorgung)">Pension</a> verabschiedet.
</p><p>Nach seinem Abschied lebte er ein Jahr in Italien, kehrte aber nach Preußen zurück und starb am 5. Juli 1866 in Düsseldorf. Er war von 1840 bis 1843 Herr auf Berghof und Apussen in Kurland.
</p><p>In seiner Beurteilung aus dem Jahr 1840 schrieb der General von Wrangel: „Sein Charakter und seine Moralität sind von großer Gediegenheit und zeigt er regen Eifer im Dienst, mit dessen Detail er gründlich vertraut ist. Auch ist er als Kommandeur einer Brigade wohl brauchbar, doch als Führer größerer Kavallerieabteilungen würde er dem Staate im Kriege wenig Nutzen bewähren; denn bei den Felddienstübungen, wo sich ihm manche schöne Gelegenheit mit Erfolg zu attackieren darbot, wurde sie nicht benutzt, weil ihm der schnelle Überblick und der Entschluss zum Handeln fehlte. Er ist daher zu höheren Posten durchaus nicht geeignet.“
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Familie">Familie</h3></div>
<p>Simolin heiratete am 26. Mai 1838 in Düsseldorf die Bankierswitwe Wilhelmine Henriette Weiland (* 7. März 1803; † 26. Juni 1874<sup id="cite_ref-weiland_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-weiland-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) verwitwete Martini. Aus der Ehe ging die Tochter Elisabeth Karoline Wilhelmine (* 28. Februar 1841; † 5. Dezember 1912) hervor, die sich am 10. Juni 1858 mit dem späteren Major und Kommandeur der <a href="Milit%C3%A4rreitinstitut_Hannover" title="Militärreitinstitut Hannover">Militärreitschule in Hannover</a><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Goswin Freiherr <a href="Vaerst_(Adelsgeschlecht)" title="Vaerst (Adelsgeschlecht)">von Vaerst</a> (* 6. März 1836; † 24. Juni 1882) verheiratete.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Kurt_von_Priesdorff" title="Kurt von Priesdorff">Kurt von Priesdorff</a>: <i><a href="Soldatisches_F%C3%BChrertum" title="Soldatisches Führertum">Soldatisches Führertum</a>.</i> Band 5, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. [1938], <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/367632802">367632802</a></span>, S. 370–371, Nr. 1601.</li>
<li><i>Genealogisches Handbuch des Adels.</i> 1982, S. 384.</li>
<li><i>Stammtafeln des edlen Geschlechtes der Bathory von Simolin.</i> <a rel="nofollow" class="external text" href="urn:nbn:de:bvb:22-dtl-0000004581">Digitalisat</a> S. 18.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-weiland-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-weiland_1-0">↑</a></span> <span class="reference-text">nach Priesdorf starb sie 18. Dezember 1912, das korrigierte Datum entstammt der Todesanzeige in <i>Der deutsche Herold: Zeitschrift für Wappen-, Siegel- u. Familienkunde.</i> Band 5, 1874, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=oZxaAAAAcAAJ&pg=PA130">S. 130.</a></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Berliner Revue.</i> Band 18, 1859, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=KDI8AQAAIAAJ&pg=PA63">S. 63.</a></span>
</li>
</ol>
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